Berner Sennenhund

Berner Sennenhund

Berner Sennenhund, Welpen, Charakter und Wesen

Umfangreiche Informationssammlung zum Sennenhund: Hier finden Sie einen detaillierten Steckbrief (Berner Sennenhund Charakter und Wesen, Pflege, Gewicht, Lebenserwartung) sowie viel Wissenswertes rund um diesen liebenswerten Riesenkerl.

Die Herkunft der Berner ist nicht eindeutig belegbar. Fest steht, dass zur Jahrhundertwende der Sennenhund aus dem bernischen Bauernhunden herausgezüchtet wurde deren Ursprung und Alter niemand mehr weiß.

Berner Sennenhund

Berner Sennenhund Welpen: Wichtige Daten

Die Berner Sennenhund Welpen werden im ausgewachsenen Stadium bis zu 70 cm hoch. Um genauer zu sein:

  • Rüden: 64 bis 70 cm Widerristhöhe (Idealgröße ideal 66 bis 68 cm)
  • Hündinnen: 58 bis 66 cm Widerristhöhe (Idealgröße 60 bis 63 cm)

Das Gewicht variiert zwischen 40 und 55 kg. Die Bernersennenwelpen haben eine Lebenserwartung von ca. 8 Jahren. Die Welpen wachsen in den ersten 4 – 7 Lebensmonaten am meisten. In dieser Zeit, und vorher natürlich auch, Extrembelastungen vermeiden. Die jungen Berner Welpen brauchen neben angemessener Bewegung auch ausgedehnte Ruhephasen. Die Berner Sennenhund Welpen wachsen ganz tüchtig und die Knochen sind noch weich. Hier gilt also die Regel, Bewegung ja, aber angemessen und nicht überstrapazieren. Als Faustregel wird für Spaziergänge mit Ihrem Berner folgende Formel angewendet:

Berner Sennenhund Wesen

sanfter RieseLebensmonate der Sennenhund Welpen x 5 Minuten = Dauer des jeweiligen Gesamtspaziergangs am Tag Also bei einem fünfmonatigen Berner Welpen ca. 25 Minuten insgesamt spazieren gehen (pro Tag) und nicht länger. Wichtig ist auch, dem Berner Sennenhund Welpen Möglichkeiten zu eröffnen mit seinen Artgenossen zu spielen, um sein Sozialverhalten und Charakter auszuprägen. Bernersennen Vereine und Interessengemeinschaften sind da gute Anlaufstellen.

Berner Sennenhund Welpen Farben: Neben seiner tiefschwarzen Grundfarbe weist er ein kräftiges braunrotes Brand an den Backen auf. An den Augen, Läufen und an der Brust sind in der Regel weiße symmetrische Kopfzeichnungen.
Berner Sennenhund Charakter: Als selbstsicher und aufmerksam gilt dieser Hund. Ein in sich ruhender gut gelaunter Bursche, der wachsam und tapfer Ihr Leben im Alltag bereichert. Der Berner Sennenhund Charakter ist weiterhin gekennzeichnet durch Gutmütigkeit, Gehorsam und Treue. Bei seinen Lieben ist er anhänglich und beschützend. Fremden gegenüber verhält er sich freundlich, aber dabei als ausgewachsener Bernersenner vorsichtig.

Wesen bzw. Berner Sennenhund Charakter gut für die Familie!

Die Bernersennen sind kinderfreundlich und haben ein großes Herz. Fest in den Familienverbund integriert zu sein, dass liebt er. Sein Beschützerinstinkt und seine treue Anhänglichkeit machen diesen schönen Hund zu einem idealen Begleiter. Angenehm im Wesen ist weiterhin seine Wachsamkeit, welche jedoch keine Aggressivität aufweist. Dieser Riese hat auch schon mal seinen Dickkopf. Insbesondere Rüden brauchen da einen erfahrenen Hundehalter, um die Grenzen aufzuzeigen und festzulegen (ähnlich dem Boxer Hunde).

Einsatzgebiet, Verwendungsumfeld und Haltung: Bernersennen sind, wie anhand der Charakter und Wesen Eigenschaften zu erkennen, ein guter Familienhund und ein begabter Wachhund. Er bellt selten und lernt schnell. Für Stöckchen- und schnelle Ballspiele ist er nicht so zu haben, da langweilt er sich und geht doch lieber auf lange Wanderungen. Sieht er Wasser wird der Berner zum begeisterten Wassersportler. Ihn als Wasserratte zu bezeichnen, verfehlt sicherlich nicht den Kern seines Wesen und Charakter. Für Hundearbeiten, welche einen Großteil an Gehorsamkeit erfordern, ist dieser Hund gut einsetzbar. Er kann seine Fähigkeiten in der Rettungs- und Fährtensuche beweisen. Der Berner Sennenhund Charakter erweist sich hier als vorteilhaft.

Bernersennen sind ungeeignet für die Haltung in einer Stadtwohnung. Ebenso ist ein Berner für eine Zwingerhaltung nicht geschaffen, dies entspricht nicht seinem Charakter bzw. Wesen!

Sind die Bernersennenwelpen ausgewachsen, braucht er viel Bewegung und Auslauf. Zwei ausgedehnte Spaziergänge von jeweils 1 Stunde sind da mindestens angemessen. Im Sommer leidet er unter den hohen Temperaturen wegen seinem dichten dunklen Fell. Es bietet sich an morgens und abends für Auslauf zu sorgen. In den kalten Jahreszeiten ist er putzmunter und wird seinem Charakter und Wesen gerecht.

Bernersennen – Pflege und Gesundheit

Die Pflege der Berner dreht sich hauptsächlich um das Fell. Diese Tätigkeit ist wichtiger Bestandteil der Mensch-Hund-Beziehung. Das Berner Wesen macht es leicht, diese Pflege als angenehmen Bestandteil der Gemeinschaft zu sehen. Weiterhin können Parasiten und Hautkrankheiten bei angemessener Fellpflege frühzeitig erkannt werden. Der Fellwechsel findet beim Sennenhund jahreszeitlich bedingt statt (Vergleich Französische Bulldogge Wesen). Neben der Pflege des Fells ist für den Berner die Zahnpflege wichtig. Regelmäßige Kontrolle auf Zahnstein und -belag sowie eine einmal jährliche Kontrolle durch den Tierarzt ist sinnvoll. Zur Bernersennen Pflege gehört auch die Augen-, Ohren- und Zeckenkontrolle. Er gehört nicht zu den Kurzhaar-Hunden, so dass hier eine sorgfältige Untersuchung angebracht ist.

Sie wollen Ihrem Hund etwas Gutes tun, dann nutzen Sie bei Krankheiten oder Beschwerden doch mal die Bachblüten für Hunde.

Hundefutter und barfen

BARF – oder was ist natürliches Hundefutter?

B.A.R.F. oder Barfen kommt aus dem Englischen, wird dort unter anderem mit Bones and Raw Food erklärt und im Deutschen oft mit Biologisch Artgerechtes Rohes Futter aufgelöst. Das Barf-Konzept begann sich in den 90er Jahren stärker zu entwickeln und vertritt den Ansatz, dass das beste Futter für ein Haustier jenes ist, was es ursprünglich gefressen hat. Für den Hund ist demnach artgerecht, was er als Fleischfresser in freier Wildbahn zu sich genommen hat: Gejagte und erlegte Beute, die er roh und in größeren Teilen fraß.

Natürliches Hundefutter für einen Hund ist demnach nach dem Barf-Ansatz auch heutzutage frisches und rohes Futter, unverarbeitet und ohne Konservierungsstoffe. Es unterscheidet sich damit stark von normalem Hunde-Fertigfutter, was oft in der Masse aus Getreide besteht und viele andere Zusätze und Stoffe enthält, die ein Hund in freier Wildbahn kaum selber erlegen würde.

Back to the roots

Zurück zum Ursprung heißt hier also auch, sich mit den Ernährungsbedürfnissen des eigenen Haustieres zu beschäftigen, vor allem wenn Trockenfutter oder andere Fertignahrung Beschwerden beim Vierbeiner verursachen. Natürliches Hundefutter ist nicht gleich bedeutend mit kompliziert oder außergewöhnlich teuer. Es gibt einige Grundregeln, die Barfen relativ simpel erklären: Die Hauptzutaten sind rohes Fleisch und rohe Knochen. Auch Knorpel zählt dazu. Für die genaue Futtermenge brauchen Sie nur das Gewicht des Hundes. Eine tägliche Barf-Mahlzeit sollte in etwa so groß sein, wie zwei bis fünf Prozent des Körpergewichts Ihres Lieblings.

Sie müssen nur einmal am Tag füttern. Die Menge kann im Vergleich zu herkömmlichen Futter klein erscheinen, sie ist aber viel gehaltvoller und Ihr Hund kann davon in der Regel viel mehr verwerten. Er wird also auch nicht so viel davon ausscheiden. Auch das werden Sie nach einer Umstellung auf Barf feststellen. Die passenden Zutaten finden Sie beim Schlachter, Bauern Ihrer Wahl oder wenn der zu weit weg ist, auch in ihrem Tiefkühlregal. Probieren Sie aus, was Ihrem Hund gut tut und was er besonders mag. Als Fleischsorten kommen Rind, Geflügel, Schaf, Pferd, Kaninchen aber auch Ren oder Elch in Frage.

Unbedingt rohe Knochen

Bei den Knochen ist es wichtig, diese immer roh zu füttern! Gekochte Knochen können in kleine Teile zersplittern und Ihrem Hund Schaden zufügen. Am Anfang kann Ihr Hund Knochenteile wieder erbrechen. Keine Sorge, der Hundemagen muss sich erstmal an das Material gewöhnen. Wahrscheinlich hat er dieses vorher noch nicht so oft in seinem Hundeleben gefressen. Sie werden merken, wie schnell sich Ihr Vierbeiner daran gewöhnt. Auch Innereien, Gemüse und etwas Obst sollten auf dem Speiseplan stehen.

BARF als natürliche Futteralternative für Hunde

Soll ich barfen oder nicht? Ist das nicht zu umständlich? Ist das gefährlich für meinen Hund und verträgt er rohe Zutaten überhaupt? Die Antworten lauten in der folgenden Reihenfolge: Ja – Nein, denn die Gesundheit des Hundes ist ja eine langfristige Investition – Nein und Ja, denn eigentlich sollte jeder Hund das vertragen, da er von Natur aus ein Fleischfresser ist. Die viel wichtigere Frage ist also eher, wie kommt Ihr Hund wieder da hin, dass er sich natürlich und artgerecht ernährt, also eben so wie es seine Vorfahren getan haben?

Dafür steht BARF auch als Begriff, für Biologisch Artgerechtes Rohes Futter, das was Hunde ursprünglich gefressen haben, in freier Wildbahn, wenn sie gejagt, etwas erlegt haben oder eben mal viele Tage auch gar nichts gefangen haben. Die Frage „Warum roh?“ erübrigt sich damit auch. Denn dass Hunde ihre Beute vorher abkochen und weiter zubereiten, das wird ein Hund kaum in der Wildnis getan haben. Das mag wie Spott klingen, klar, sind wir Menschen mehr oder weniger doch für die Industrialisierung der Hunde-Ernährung verantwortlich, aber das heißt ja im Umkehrschluss auch, dass wir dies auch bei unseren geliebten Vierbeinern wieder rückgängig machen können.

Trockenfutter auch ok?

Es gibt viele Gründe, bei Trockenfutter oder anderem Fertigfutter zu bleiben, Zeitgründe, Bequemlichkeitsgründe, Sauberkeitsgründe. Aber der wichtigste Grund sollte die Gesundheit des Hundes sein. Wenn Sie auf BARF umstellen, werden Sie feststellen, dass Ihr Hund wahrscheinlich besser aussehen wird, sein Fell glänzt mehr, die Nägel sind stabiler, die Zähne sauberer – kurzum, es wird ihm auch besser gehen. Vieles ist aus Gewohnheit schon so als „normal“ abgespeichert, dass man es einmal ausprobieren muss, um zu erfahren dass ein Hund mit der richtigen Ernährung nur nach Hund riechen kann, ohne Mundgeruch, ohne Körperausdünstungen. Auch dass Durchfall und Verstopfung mit der richtigen Ernährung verschwinden.

Alles was es für BARF braucht, ist rohes Fleisch und rohe Knochen, etwas Gemüse sowie Öle und eine Portion Geduld, da sich der Hund bei einer Umstellung auch erstmal an die nährstoffreiche Nahrung gewöhnen muss. Einige Hunde schlingen ihr Futter. Deshalb kann es bei Rohfutter dann passieren, dass sie sich anfangs erbrechen, wenn Fleisch und vor allem rohe Knochen hastig gefressen werden. Bei Knochen kann es deshalb zu Beginn sogar gut sein, etwas größere Knochen zu geben, die der Hund – bei kleineren Rassen ist das problemlos – nicht so ohne weiteres im Ganzen verschlingen kann. Grundlage für die richtige Futtermenge ist das Gewicht Ihres Hundes. Die tägliche BARF-Futtermenge sollte bei 2 bis 5 Prozent des Gewichts liegen.

Grundregeln, die Sie beachten sollten:

  • Achten Sie auf einen Fleischanteil von mind. 70%, egal ob Naß-oder Trockenfutter.
  • Mischen Sie niemals Naß- und Trockenfutter, dies hat unterschiedliche Verdauungszeiten und viele Hunde reagieren darauf mit Verdauungsproblemen.
  • Während des Zahnwechsels Futter immer einweichen oder Naßfutter geben oder barfen.
  • Füttern Sie einem Welpen/Junghund KEIN Welpen-oder Junior-Futter – dies enthält oft zu viel Calcium, welches ein zu schnelles Wachstum verursacht und deswegen die Knochenfestigkeit nicht gewährleistet wird – Folgeschäden können Fehlstellungen des Skeletts sein.
  • Füttern Sie älteren Hunden KEIN Senior-Futter, dies enhält zu wenig Proteine, welche jedoch gerade ein älterer Hund dringend braucht, denn Proteine dienen dem Zellerhalt – mit einem Senior-Futter “altert” Ihr Hund daher umso schneller.
  • Füttern Sie einem übergewichtigen Hund KEIN Light-Futter, dies enthält lediglich “billige” Sattmacher – Sie provozieren einen sog. Jojo-Effekt, sobald Sie wieder auf normales Futter umstellen möchten.
  • Als Zahnpflege-Artikel bestenfalls luftgetrocknete Ware anbieten, einmal wöchentlich!
  • Eine Futterumstellung IMMER von einem Tag auf den anderen machen, nicht über mehrere Wochen – so kann sich der Verdauungstrakt schneller der neuen Nahrung anpassen und muss sich nicht über Wochen damit “herumquälen”.